Und los geht es: Die ersten Essener Begegnungen stehen an

Die Essener Begegnungen stehen vor der Premiere. Am Samstag (25. März) finden tatsächlich die ersten organisierten Begegnungen zwischen Essener Bürgerinnen und Bürgern und Geflüchteten statt. Mitte Januar hatten die Essener Rotary-Clubs und der Caritasverband für die Stadt Essen e.V. das gemeinsame interkulturelle Projekt vorgestellt. Über die Website www.essener-begegnungen.de können sich interessierte Essener für ein Treffen mit Geflüchteten melden. „Wir sind mit der ersten Resonanz mehr als zufrieden“, betont Caritasdirektor Dr. Björn Enno Hermans.

Voraussetzung für ein gemeinsames Treffen sind gemeinsame Interessen, passende Sprachkenntnisse und eine möglichst ähnliche Lebenssituation. Diese Daten werden über ein Online-Formular auf der Projekt-Website abgefragt. Auf Basis dieser Daten suchen geschulte Sozialarbeiter unter Geflüchteten und Flüchtlingsfamilien nach „passenden“ Partnern für so ein Treffen.

Das Ziel: ein gemeinsamer Samstag, aus dem sich im Idealfall sogar ein langfristiger Kontakt ergibt. „Aber das ist kein Muss. Ein Treffen ist mit keinerlei Verpflichtung verbunden. Es ist kein Patenschaftsprojekt“, erklärt Caritas-Mitarbeiterin Sandra Dausend, die sich in den vergangenen Wochen um das „Matching“ gekümmert hat.

Am kommenden Samstag werden in erster Linie Familien zusammenfinden. „Generell würden wir uns über mehr jüngere Essenerinnen und Essener freuen“, berichtet Dr. Björn Enno Hermans, „denn auch auf der Seite der Geflüchteten gibt es viele junge Einzelpersonen, die großes Interesse an dem Projekt haben.“

Start ist gegen 11 Uhr im Servicepoint Koordination Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe am Kopstadtplatz, danach gestalten die Teilnehmer der „Essener Begegnungen“ ihren Tag komplett selbst. Da in den kommenden Monaten noch viele weitere Treffen organisiert werden sollen, wünscht sich das Projekt auch noch Unterstützung aus der Wirtschaft. „Es wäre toll, wenn wir den Menschen für ihren gemeinsamen Tag mal Eintrittskarten für die Gruga oder auch ein Stück Kuchen spendieren könnten“, so Hermans.