Essener Begegnungen: Dritter Termin und erste Freundschaften

Die Essener Begegnungen entwickeln sich immer mehr zum Erfolgsmodell. Am Freitag und Samstag (19. und 20. Mai) finden bereits zum dritten Mal organisierte Begegnungen zwischen Essener Bürgerinnen und Bürgern und Geflüchteten statt. „Bei uns gehen täglich neue Bewerbungen ein. Die Resonanz ist auf beiden Seiten hervorragend“, freut sich Caritasdirektor Dr. Björn Enno Hermans. Die Essener Begegnungen sind ein interkulturelles Projekt der Essener Rotary-Clubs und des Caritasverbands für die Stadt Essen e.V.

Während sich gerade in den ersten Wochen viele Familien gemeldet hatten, haben sich jetzt über das Online-Portal www.essener-begegnungen.de auch viele Einzelpersonen registriert. Die Daten werden von Caritas-Mitarbeiterin Hanna Neuhaus gesichtet, zusammen mit geschulten Sozialarbeitern sucht sie dann nach einem perfekten „Matching“, nach einem „passenden“ Partner für ein Treffen. „Entscheidende Faktoren sind zum Beispiel Alter und Sprachkenntnisse, aber natürlich auch Hobbys und Berufe“, berichtet Hanna Neuhaus.

Und das funktioniert. So traf sich der Rüttenscheider Matthias Klumpp mit einem syrischen Flüchtling, um dem gemeinsamen Hobby – dem Klettersport – nachzugehen. Aus einem ersten gemeinsamen Nachmittag ist mittlerweile ein fester Kontakt entstanden. „Ohne die Essener Begegnungen hätten wir vermutlich nie zueinander gefunden“, ist Matthias Klumpp sicher.

Die nächsten Essener Begegnungen freuen sich derweil am Freitagabend auf den Besuch eines Sportevents. Das Energieunternehmen innogy stiftete Tickets für den Besuch eines Heimspiels des Essener Handball-Bundesligisten Tusem Essen. Auch Promi-Koch Nelson Müller und Bäcker Peter haben Verzehr-Gutscheine zur Verfügung gestellt. „Hier wünschen wir uns allerdings noch ein wenig mehr Unterstützung von Essener Unternehmen“, betont Dr. Björn Enno Hermans. „Es wäre einfach toll, wenn wir die Familien und auch Einzelpersonen kostenlos in die Gruga, auf die Weiße Flotte oder auch zu Kultur-Veranstaltungen schicken könnten.“